Die „Tumult“ Tournee von Herbert Grönemeyer in den Jahren 2018 und 2019 war am Monitorplatz eine Aufgabe, die vor allem ein Verständnis für eingespielte Band verlangte. Das Ziel war eine Arbeitsweise, bei der das Monitoring für Herbert und seine Band so natürlich und unauffällig funktioniert, dass sie die technische Unterstützung auf der Bühne idealerweise gar nicht bewusst wahrnahmen.
Der Job am Monitorplatz
Meine zentrale Aufgabe war die Erstellung und Verwaltung der Monitor-Mixe für Herbert und die gesamte Band. Das Setup basierte auf einer DiGiCo SD7. Bei einer Produktion dieser Art geht es weniger um komplexe Effekte, sondern primär um die Schaffung eines transparenten und stabilen Klangbildes. Herbert Grönemeyer agiert als Entertainer sehr präsent und spontan – das erfordert am Pult eine ständige Aufmerksamkeit für die Dynamik der Show.
Drahtlostechnik: Sennheiser Digital 6000
Ein wesentlicher Faktor für die allgemeine Betriebssicherheit der Produktion war der Einsatz der Sennheiser Digital 6000 Serie. Auch wenn das Frequenzmanagement nicht in meinen direkten Aufgabenbereich als Monitor-Engineer fiel, profitierte die gesamte Audiokette von der Zuverlässigkeit des Systems.
Die Intermodulationsfreiheit der 6000er Serie erlaubte es, die Frequenzen in einem äquidistanten Raster anzuordnen, was die Verwaltung der Funkstrecken im schrumpfenden Spektrum der Tour-Städte vereinfachte. Klanglich ist die digitale Übertragung neutral und frei von Kompander-Artefakten, was die Signalqualität für das In-Ear-Monitoring deutlich erhöht und eine präzisere Mischung ermöglicht.
Details zur technischen Umsetzung der Funkstrecken hat Sennheiser in einem Bericht zur Tour zusammengefasst.
Weiterführende Informationen
Während der Tour gab es einen Austausch mit der Fachzeitschrift Production Partner. Dort bin ich tiefer auf die Details des Pult-Setups, die Snapshots und die spezifischen Herausforderungen dieser Produktion eingegangen. Der Artikel „Tumult am Monitorpult“ ist hier online verfügbar.




